„Leichenblässe“ vom Krimiautor Simon Beckett
Der neue Roman „Leichenblässe“ vom Krimiautor Simon Beckett erschien im Januar und steht mittlerweile auf Platz drei der Spiegel-Bestsellerliste.

Leichenblässe
Mit der Aufmachung des Romans „Leichenblässe“ knüpft Beckett an die Vorgänger „Chemie des Todes“ und „Kalte Asche“ an und wer diese Bücher gelesen hat wird sich auch über ein erneutes Zusammentreffen mit dem forensischen Anthropologen David Hunter freuen. Dieser muss sich, nachdem er einem Mordanschlag knapp entkam, in Tennessee mit einem Serienmörder auseinandersetzen, wo er eigentlich nur nach der Antwort auf die Frage suchen wollte, ob er seinem Job nach den Geschehnissen noch gewachsen ist.
Der Brite Simon Beckett hat sich nach seinem Abschluss in englischer Sprache in so einigen Berufen verdingt. Er war Hausmeister, Lehrer, Schlagzeuger und eben auch Journalist und schließlich Autor. Liest man seine Thriller wird man das Gefühl nicht los, dass Beckett auch heimlich Anatomie studiert hat und sich in seiner Freizeit mit der Pathologie beschäftigt. Zumindest scheint der Autor ziemlich viele Folgen von CSI gesehen zu haben.
Ob sein neuestes Buch „Leichenblässe“ mit den Vorgängern konkurrieren kann, darüber sind sich Kritiker nicht einig. Denn abgesehen vom spannenden Plot, der auf der „Body Farm“ in Knoxville, Tennessee spielt, wo der Verwesungsprozess menschlicher Körper unter freiem Himmel erforscht wird, erscheint die Hauptfigur diesmal weniger tief. Fast scheint es so, als sei Hunter nur mehr auf sein Hadern beschränkt. Dennoch, wahre Fans des Genres kommen auf ihre Kosten. Aber vielleicht sollte Simon Beckett von seiner Figur David Hunter in Zukunft Abstand nehmen.
Simon Beckett: Leichenblässe
Wunderlich Verlag
ISBN-10: 3805208669
ISBN-13: 978-3805208666
19,90 €